Im Zentrum von Mila Haugovás neuem Gedichtband "Im Pflanzlichen" stehen der Garten des Sommerhauses und seine Bewohner. Hier kreuzen sich die Wege der Tochter, der Enkelkinder, der Tiere, der Pflanzenwelt und die Erinnerungen an
den verlorenen Geliebten. In Szenen des Alltäglichen und Intimen fängt Haugová die Vielfalt, Freuden und Leiden dieses
Neben- und Miteinanders ein und setzt diese Welt im Kleinen zugleich in einen Dialog mit den Möglichkeiten von Geist
und Zeit, Raum und Materie.
Angesichts der eigenen schwindenden Kräfte und der Sorgen um die Tochter und die Enkelkinder werden diese Fragen nach der wechselseitigen Bedingtheit der körperlichen und spirituellen Existenz zunehmend dringlicher.
In der ausgewogenen Komposition aus Gedichtzyklen und Einzelgedichten erhalten alle Personen, Lebewesen und Themen ihren Raum, selbst einzelne Worte und Wortgruppen bekommen, wo nötig, ihren eigenen Raum.