Tina Strohekers Gedichte stellen Fragen nach der menschlichen Existenz, nach der Conditio human, und so ist das Gedichteschreiben für sei eine Methode des Denkens, des Bewusstwerdens: eine Suchbewegung nach möglichem Sinn, Vergewisserung. Jenseits des gerade Gängigen, jenseits der Konjunktur, aber doch ganz in der Gegenwart sprechen ihre poetischen Stücke so sensibel wie zupackend vom "vorausgeworfenen Schatten", also von der befristeten Spanne Leben, von der Melancholie, vom Zweifel. Aber dann auch wieder - bejahend, kräftig, leicht - vom Wagnis, vom immer neuen Aufbruch in ein illusionsloses Glück.