Plötzlich großer Bruder: ein einschneidendes Erlebnis für jeden Erstgeborenen
Spannungen in der Familie treten besonders gerne dann auf, wenn sich die Geschwisterkonstellation zu Hause ändert: Der bekannte Autor und Psychologe Wolfgang Schmidbauer geht in seinem aktuellen Sachbuch der Frage nach, ob es Erstgeborene tatsächlich schwerer im Leben haben als alle nachfolgenden Familienmitglieder: Welche Dynamiken entstehen, wenn weiterer Nachwuchs da ist, und welche Folgen hat die veränderte Rolle zwischen Rivalität und Nähe für große Brüder oder ältere Schwestern?
- Familienkonstellationen und ihr Einfluss: die besonderen Herausforderungen als Erstgeborene:r
- Überlegungen zur psychischen Entwicklung bei Kindern, die in Geschwisterschaft aufwachsen
- Fundierte Familienpsychologie trifft auf erhellende Erfahrungsberichte und Fallbeispiele
- Das bislang persönlichste Buch von Wolfgang Schmidbauer, angesehener Psychotherapeut
Geprägt für das ganze Leben: die Psychologie von Geschwisterbeziehungen
Wolfgang Schmidtbauer hat als Zweitgeborener die Konflikte und Kämpfe seines großen Bruders aus nächster Nähe miterlebt. Dessen vorzeitiger Tod war für ihn der Auslöser, sich noch intensiver mit der besonderen Rolle des Erstgeborenen in der Familie zu beschäftigen. In diesem Buch zeigt er auf, welche weitreichenden Auswirkungen das Leben mit jüngeren Geschwisterkindern haben kann. Dabei verbindet er gekonnt psychologische Theorie mit praxisnahen Fallbeispielen und eigenen Erfahrungswerten.
Familien-Dynamiken und Geschwisterkonstellationen besser verstehen: Wolfgang Schmidtbauers Werk hebt sich durch seine persönliche Note und seine allgemeinverständlichen Erklärungen wohltuend von anderen Psychologie-Sachbüchern ab.
Der Tod seines großen Bruders bewegt den Autor, die schicksalsprägende Situation Erstgeborener im Licht seiner eigenen Kindheit wie auch seiner Erfahrung als Psychoanalytiker und Familientherapeut zu betrachten. Angereichert durch Fälle aus der Praxis und angerührt durch das Nachdenken über die subtilen Unterschiede des kindlichen Lebens unter Erwachsenen gegenüber dem Leben mit anderen Kindern entfaltet sich ein Bild, das die Erstgeborenen in ihrer herausgehobenen und verletzlichen Situation zeigt. Sie werden altklug und neigen dazu, für andere die schützende Welt zu bauen, die sie selbst verloren haben. In ihren Konflikten spiegelt sich eine Gesellschaft, in der das Spiel von Kindern mit Kindern mehr und mehr durch Einflüsse der Erwachsenenwelt geprägt wird. Die therapeutische Praxis lehrt, dass dadurch vitale Impulse geschwächt werden, die uns vor Depressionen schützen können.