Die fiktionalen Werke höfischer Erzählkunst bieten dem Leser ein umfangreiches Reservoir an teils skurril anmutenden technisch-mechanischen Vorstellungen und Phantasien. In diesem Zusammenhang erweist sich die literarische Darstellung von selbstbeweglichen, "automatischen" Konstruktionen keineswegs als eine überraschende Ausnahme. Sie ist vielmehr als ein rekurrentes literarisches Motiv zu begreifen, dessen differenzierte Verwendung auf bestimmten Regularitäten fußt und eine Einteilung in wiederkehrende Typen zulässt. Basierend auf der Auswertung eines umfangreichen Textkorpus der mittelhochdeutschen Erzählliteratur vom ausgehenden 12. bis zum späten 14. Jahrhundert werden die diversen Automatenbelegstellen klassifiziert und im Kontext des jeweiligen Einzeltextes mit Blick auf sein semanti